Zimmer-Theater Ariane

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CAFÉ FERTIG

Eine Conférence mit Liedern

von Thomas Hürlimann

Liedtexte von Martin Suter, Thomas Hürlimann u.a.

 

Spiel – Rachel Matter

Klavier – Daniel Fueter

 

 

Der Vollblutmusiker Daniel Fueter vertonte die Songtexte, welche aus der Feder der Schriftsteller Martin Suter und Thomas Hürlimann stammen. Letzterer hat auch Millys Monolog verfasst, eine Hommage an die bisweilen verkannte Heimat und an die 40-Jährigen und ihre nichtverwirklichten Träume.

Katja Baigger, Neue Zürcher Zeitung

 

Rachel Matter singt vom Heimweh nach fern. Und Daniel Fueter spielt dazu das Echo.

«Café fertig» ist ein sehr schöner Abend mit Liedern nach Texten von Thomas Hürlimann.

Stefan Busz, Landbote

 

 

Regie – Christoph Leimbacher

Musik und musikalische Leitung – Daniel Fueter

 

Licht und Fotos – Li Sanli

Produktionsleitung – Jordi Vilardaga

Öffentlichkeitsarbeit – Marie-Louise Michel

Gestaltung Print – Gabi Huber

Fotos mit Daniel Fueter – Bernhard Fuchs

 

Dienstag, 5. März 2013, Premiere 

Theater im Waaghaus, Winterthur

 

Spieldauer

Erster Teil: 50 Minuten ǀ Pause ǀ Zweiter Teil: 30 Minuten

 

Aufführungsrechte

S. Fischer Theater und Medien, Frankfurt am Main, Deutschland

 

 

Ein Abend von herber Poesie

 

Unsere Milly war auch einmal jünger und wollte die Welt erobern. Sie hatte auch einmal Träume, das heisst, die hat sie noch: Sie sind einfach etwas kleiner und bescheidener geworden. Zur Eroberung der Welt hat sie ihr Walliser Dorf verlassen und ist nach Zürich gezogen. Sie begann als Barmaid, wurde Serviertochter. Die Männer? Naja, der Prinz auf dem Schimmel kam nicht herangeritten. Aber sie schlug sich tapfer durch. Und irgendwann war sie nicht mehr so jung, nicht mehr so frisch, nicht mehr so Abenteuer-lustig. Sie hat die Welt, die Stadt, die tollen Männer nicht erobert. Und plötzlich, eines Tages, geht Milly zurück in ihr Wallis. Da ist sie jetzt wieder. Serviertochter ist kein schlechter Beruf. Die Chefin ist ok. Die Kundschaft, naja, auch hier lässt sich noch ein Mann finden, die Astrologin hat ihr Hoffnung gemacht…

 

Thomas Hürlimann beschreibt in seinem Monolog der Milly eine Person, die, wie auch immer, überlebt. Sie macht sich nur noch wenig Illusionen über ihre Illusionen. Sie kennt ihre eigene Blödheit. Sie kann über sich lachen.

Man fängt an, sie in ihrer ganzen Blödheit, in ihrer Sisyphos-haften Tapferkeit zu lieben.

 

Und immer wieder, oft unabhängig von der realen Situation, überfallen Milly in Liedern Erinnerungen, Wünsche, Wahrheiten und, natürlich, Illusionen.