Eine getanzte Annäherung an das Leben mit Demenz
Lesung: Mona Petri
zu Gast im Zimmer-Theater Ariane
Der Debutroman der Neurowissenschaftlerin und Psychologin Lisa Genova «Still Alice» – erfolgreich verfilmt mit Julianne Moore in der Titelrolle – erzählt die Geschichte einer erst fünfzigjährigen Frau, die durch eine früh einsetzende Form der Alzheimer-Krankheit aus ihrem gewohnten Leben gerissen wird und lernen muss, sich von ihrer Vergangenheit, ihrem Selbstbild und ihrer Vorstellung von Zukunft zu verabschieden.
Es ist eine aufwühlende und beängstigende Reise, die sie antritt. Aber es ist keine Reise ohne Hoffnung. Und vor allem ist sie nicht ohne Liebe: «Ich werde das Heute vergessen, aber das heisst nicht, dass das heute nicht wichtig war.»
Wir alle kommen früher oder später mit Demenz in Berührung. Als Betroffene, Angehörige, als Nachbarn oder Freundinnen. Wer Demenz erst aus der Ferne kennt, kennt mindestens die Angst vor ihr. Deshalb wollen wir mit diesem Abend aus Tanz und Text den Versuch unternehmen, uns dem Thema liebevoll und mit Raum für Hoffnung und Zärtlichkeit anzunähern, ohne dabei die Verheerungen und Schrecken, die diese Krankheit mit sich bringt, auszuklammern.
Über Katja Campanile:
Katja Campanile, in Zürich geboren und aufgewachsen, begann bereits in ihrer Kindheit zu tanzen. Als Jugendliche entdeckte sie den Flamenco und begann bei Susanna Barranco in Zürich ihre Ausbildung. Ab Mitte der neunziger Jahre studierte sie in Madrid und Sevilla und bildet sich seither bei namhaften Tänzer*innen laufend weiter. Seit den frühen 2000er wirkt sie in verschiedenen nationalen und internationalen Tanzprojekten mit, darunter auch in eigenen Flamencostücke.
Ihre Unterrichtstätigkeit nahm sie im Jahr 2005 auf, u.a. an der Ballettschule des
Zürcher Opernhauses. Seit 2008 hat sie ihr eigenes Tanzstudio in Zürich.
Winterthur
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